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ANDREAS
DURBAN


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LYRIK
1
Veröffentlichungen in "500 Gramm", Zeitschrift für Literatur und Graphik
www.500gramm.de


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Ich und wenn ich

Ich in einem Raum, ich und wenn ich
Mir schwant, es ist nur ich und ein Arm
Der wiederum von mir aus
Nach außen verläuft, sich reckt und streckt
Um Gottes Willen, es ist mein Arm, schon so lange
Das Gleiche, (Es ist hoffnungslos immer das Gleiche)
Obwohl ich ein stolzes Alter in mein Gesicht gelebt
Und würdig die Mundfalte sich kerbt, immer das Gleiche,
Ich in einem Raum, ich und wenn ich

Einmal warst du und wenn ich mit dir
Es waren unsere Körper
Die sich im Tagtraum,
Ausdehnten,
Und Hand oder Arm
Umschlungen war
Ganz das streifige Licht der einfallenden Sonne,
Die Haut, wenn man blinzelte, auffallend
Bis tief in den Mittag
Die Zeit sich erstreckte

Die Zeit, die sich hier nicht mehr abhebt,
Im Irrsinn der Umlaufbahnen
Der Tag und das Jahr wie abgelegte Kleider
Nur der Raum, mit seinem schweigenden Mundwerk
Mich beherbergt

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Ballonfahrt
Ich versuche abzuwerfen, auch Dinge, an denen ich hänge,
wenn nur nicht der Wind wäre, der mich beginnt, fortzutreiben.
Was passiert, wenn man sich leicht macht und in den Nebel steigt,
ist es wie Todsein? Ich sehe die Füße eines anderen, wie sie aus einer Wolke ragen, sie hängen ganz ruhig,
schlimm kann es also nicht sein.

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Mann im Wind
Ein Mann geht im Wind spazieren, mit gebogenem Regenschirm.
Er ist schon lange tot, der, der da geht aber auf seinen Spaziergang will er nicht verzichten, er nutzt meine Erinnerung, um aufzutreten, ich lasse ihn gewähren, das schon, aber es schmerzt mich ein wenig, immerhin war der Mann mein Vater.

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Blaue Intention

Auf einem Salzsee
Immer gerade aus
Ich freue mich
Wer kann schon sagen
Dass er
Auf einem Salzsee
Eine Richtung halten kann
Mehr noch,
Ein Ziel
Macht einen Salzsee fad
Drauf los
Einer sagte
Dahinten oder irgendwo
Doch nirgends Anhaltspunkte
Der Horizont in einem Hitzehimmel schwimmt
Nein nein
Rennen ins Blau
Ein schwarzer Strich
Flimmert in dicker Luft
Das bin ich
Überlagert
Von unbeweglicher Heißluft
Entfernungen für Hochgeschwindigkeiten
Ich setze meine Füße
Im gefühlten Geradeausmodus
Der unbemerkt in seinem Linksdrall
Einen Kreis beschreibt

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Brautnacht

Die Braut ist aus Lebkuchen gebacken
Wir merkten erst nichts
Nur ich als ich sie über die Schwelle trug
Und sie in meinen Armen zerbrach!
Da fielen mir ihre Rosinenaugen auf
Ich herzte sie trotzdem
Schlief recht unruhig auf den Krümeln
Ihres bröckelnden Leibes.
Sie sagte, sie fühle
Vieles für mich
Während ich ihre Beine fraß



OPERN LIBRETTI
1
Literatur-Oper Köln www.literaturoper.de

Fassung "Flughunde" nach einem Roman von Marcel Beyer
Fassung "Frankenstein" nach einem Roman von Mary Shelley
Fassung "Dorian Gray" nach einem Roman von Oskar Wilde
Fassung "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" nach einem Roman von Robert Musil
Fassung "Amerika" nach einem Roman von Franz Kafka
Fassung "L’Argent" nach einem Roman von Emile Zola




WISSENSCHAFTLICHES SCHREIBEN
1
2014
Hausarbeit über Friedrich Nietzsche und Richard Wagner

2015 wissenschaftliche Veröffentlichung in "Bildung und Erziehung" 67.4/2014; Bohlauverlag; Wien/Köln/Weimar; Autoren: Durban, Brand, Peiffer, Käser
Titel: "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß"

2015 Veröffentlichung in "Gebärdensprache..." Zeitschrift für Gehörlose


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